Wöhrl-Stiftung

Satzung der Rudolf-Wöhrl-Stiftung in Karlstein

Präambel

Zum 80 jährigen Bestehen des Turnvereins Dettingen 01 e.V. errichte ich mit Urkunde vom 29.05. 1981 eine Stiftung zur Förderung der Jugendarbeit in diesem Verein.

 

§ 1 Name, Rechtsstand, Sitz

Die Stiftung führt den Namen EHEPAAR-RUDOLF-UND-MIZZI -WÖHRL-STIFTUNG. Sie ist eine rechtsfähige öffentliche Stiftung des bürgerlichen Rechts mit Sitz in Karlstein.

 

§ 2 Stiftungszweck

1 Die Stiftung fördert die Jugendarbeit und Jugendpflege im TV Dettingen und in der Gemeinde Karlstein. Sie verfolgt damit ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige und mildtätige Zwecke im Sinne der steuerrechtlichen Vorschriften und ist selbstlos tätig.

2. Der Stiftungszweck wird insbesondere durch folgende Maßnahmen verwirklicht:

a) Bereitstellung und Sicherung von Übungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche.

b) Förderung der Ausbildung von Jugendlichen zu Vorturnern, Übungsleitern und dgl.

c) Abhaltung und Besuch von Veranstaltungen sportlicher, kultureller (musischer) Art, Trainingslager, Ferienlager und dgl.

d) Besondere Förderung sozial schwacher Kinder und Jugendlicher bei nachgewiesenem Bedürfnis im Rahmen der Jugendpflege.

e) Die Stiftung soll zur Förderung und Ausbildung (Sport, Musik, Schule, Beruf) insbesondere von Waisenkindern und bedürftigen Jugendlichen im Alter von 8 bis 18 Jahren, die in Karlstein oder in der näheren Umgebung wohnen, dienen.

3. Die Stiftung kann der Gemeinde Karlstein - und nur dieser - finanzielle und sachliche Mittel zur Verfügung stellen, wenn diese mit den Mitteln Maßnahmen nach Abs. 2 fördert, für den Fall, dass der TV Dettingen als Rechtsperson nicht mehr besteht.

 

§ 3 Einschränkungen

Die Stiftung verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Sie darf keine juristische oder natürliche Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Stiftung fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Unterstützung, Zuwendung oder Vergütung begünstigen.Ein Rechtsanspruch auf Gewährung des jederzeit widerruflichen Stiftungsgenusses besteht nicht.

 

§ 4 Stiftungsvermögen

Das Grundstockvermögen der Stiftung ist in seinem Bestand dauerhaft und ungeschmälert zu erhalten. Es besteht aus einhunderttausend (100.000) EUR.

 

§ 5 Stiftungsmittel

1. Die Stiftung erfüllt ihre Aufgabena) aus den Erträgen des Stiftungsvermögensb) aus Zuwendungen, soweit sie vom Zuwendenden nicht ausdrücklich zur Stärkung des Grundstockvermögens bestimmt sind.

2. Sämtliche Mittel dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden. Es dürfen Rücklagen gebildet werden, wenn und solange dies erforderlich ist, um die satzungsgemäßen Zwecke der Stiftung nachhaltig erfüllen zu können.

 

§ 6 Stiftungsorgane

1. Organe sind

a) der Stiftungsvorstand

b) der Stiftungsrat

2. Die Tätigkeit in den Stiftungsorganen ist ehrenamtlich. Anfallende Auslagen werden ersetzt.

 

§ 7 Stiftungsvorstand

Der Stiftungsvorstand besteht aus einer Person. Der Stiftungsrat wählt mit Mehrheitsbeschluss den Vorstand. Der Vorstand muss Mitglied des TV Dettingen sein und sollte sich in besonderem Maße um den Verein verdient gemacht haben. Die Amtszeit des Vorstandes beträgt fünf Jahre; Wiederwahl ist zulässig.

2. Der Stiftungsvorstand vertritt die Stiftung gerichtlich und außergerichtlich. Im Einzelbedarf be­nennt er einen Vertreter aus den Reihen des Stiftungsrates.3. Der Stiftungsvorstand führt entsprechend den Richtlinien und Beschlüssen des Stiftungsrates die Geschäfte der laufenden Verwaltung. Er ist befugt, anstelle des Stiftungsrates dringende Anord­nungen zu treffen und unaufschiebbare Geschäfte zu besorgen. Hiervon hat er dem Stiftungsrat in der nächsten Sitzung Kenntnis zu geben.

 

§ 8 Stiftungsrat

Dem Stiftungsat gehören fünf Personen an:

a) der Stiftungsvorstand

b) der Präsident oder bei Verhinderung der Vizepräsident des Turnvereins 01 Dettingen e.V.

c) der jeweilige 1. Bürgermeister der Gemeinde Karlstein.

d) der jeweilige Kämmerer der Gemeinde Karlsteine) der Spartenleiter Finanzen des Turnvereins 01 Dettingen e.V.

 

§ 9 Zuständigkeit des Stiftungsrates

Der Stiftungsrat entscheidet in allen grundsätzlichen Angelegenheiten und beaufsichtigt den Stiftungsvorstand. Er beschließt insbesondere über

a) den Haushaltsvoranschlag und die Jahresvermögensrechnung

b) die Verwendung der Stiftungsmittel

c) den Abschluss von Rechtsgeschäften, die einer stiftungsaufsichtlichen Genehmigung bedürfend) Änderungen der Stiftungssatzung und Anträge auf Umwandlung oder Aufhebung der Stiftung.

 

§ 10 Geschäftsgang des Stiftungsrates

Der Stiftungsrat wird vom Stiftungsvorstand nach Bedarf, mindestens jedoch einmal jährlich unter Angabe der Tagesordnung und Einhaltung einer Frist von drei Tagen zu einer Sitzung einberufen. Sitzungen sind ferner einzuberufen, wenn zwei Mitglieder des Stiftungsrates dies verlangen.Der Stiftungsrat ist beschlussfähig, wenn ordnungsgemäß geladen wurde und mindestens drei Mitglieder, unter ihnen der Vorstand, anwesend sind.Der Stiftungsrat trifft seine Entscheidungen, soweit kein Fall des § 11 vorliegt, mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorstandes den Ausschlag.Wenn kein Mitglied widerspricht, können Beschlüsse im schriftlichen Umlaufverfahren gefasst werden. Dies gilt nicht für Entscheidungen nach § 11 dieser Satzung.

 

§ 11 Satzungsänderungen, Umwandlung und Aufhebung der Stiftung

Beschlüsse über Änderungen der Satzung und Anträge auf Umwandlung oder Aufhebung der Stiftung bedürfen der Zustimmung von vier Mitgliedern des Stiftungsrates. Sie sind bei Lebzeiten der Stifter Rudolf und Mizzi Wöhrl nur mit deren Zustimmung zulässig. Sie dürfen die Steuerbegünstigung der Stiftung nicht beeinträchtigen oder aufheben.

 

§ 12 Vermögensanfall

Bei Aufhebung der Stiftung fällt das Restvermögen der Gemeinde Karlstein zu, die ihrerseits verpflichtet ist, mit diesen Mitteln nur im Rahmen des vorgeschriebenen Stiftungszwecks zu verfahren.

 

§ 13 Stiftungsaufsicht

Die Stiftung untersteht der Aufsicht der Regierung von Unterfranken in Würzburg.

 

§ 14 Inkrafttreten

Die Stiftungssatzung tritt mit Genehmigung durch das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus in Kraft.