Diabetes/Krebsnachsorge
Ein Leben lang in Bewegung bleiben, das ist das Motto der Bewegungsgruppe Diabetes und Krebsnachsorge.
10 Jahre Sportgruppe Diabetes und Krebsnachsorge!
Leben ist Bewegung und Bewegung ist Leben!!!!
Seit Januar 2001 ist dieser Satz das Motto unserer Gruppe. Auch bei schweren Vor- und Grunderkrankungen ist nicht absolute Schonung, sondern individuell dosiertes Training gefragt. In diesem Sinne treffen sich jeden Montag von 15.00 bis 16.30 wild entschlossene Menschen im Vereinsraum der Lindighalle. Von mancherlei Einschränkung geplagt, bewegt sich jeder so gut er kann. Manchmal reicht es nur zum Sitzen auf der Bank. Aber Dabei sein , Lachen, Freude und das Herauskommen aus den eigenen vier Wänden ist alles. Durch unsere Fahrgemeinschaften aus z.B. Großkrotzenburg, Kahl und Alzenau ist Transport und Ansporn gewährleistet.
Auf diesem Wege hier nun ein herzliches Danke an Turn und „Ride“ Fahrer Karl-Heinz und Winfried. Jede Woche –auch wenn sie selbst von gesundheitlichen Problemengeplagt werden- sammeln sie ihre „ Mädels“ ein und bringen sie sicher zum Turnen und wieder nach Hause. Ein Hoch auf unsere Männer.
Trainiert werden in jeder Sportstunde: Koordination, Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit und damit Körper, Geist und Seele. Als Geräte werden Reifen, Stöcke,aber auch ungewöhnliche Dinge wie Zeitungen und Tempopäckchen benutzt. Selbst der Turnpartner muss manchmal als Gerät herhalten. Rechter Fuß vor, Linker zurück. Rechte Hand hoch, Linke zur Seite und alles zur gleichen Zeit. So passiert es öfter, dass jemand plötzlich zwei rechte Hände hat oder man tatsächlich überlegen muss, wo denn rechts ist. Damit werden beide Gehirnhälften trainiert.
Mit Selbstironie und den neuesten Witzen werden sodann die Lachmuskeln strapaziert. Entspannungsübungen, Massagen und Phantasiereisen schließen die Stunde ab. Gebrechen werden einfach wegvisualisiert.
Aber auch Informationen kommen nicht zu kurz, da wir Kontakte zu drei verschiedenen Selbsthilfegruppen pflegen ( Fahrgemeinschaften sind jederzeit verfügbar ).
Das gesellige Beisammensein haben wir in diesem Jahr auch recht gut trainiert. Folgende Ausflüge mit anschließendem Kaumuskeltrainung wurden absolviert:
06.06.2011: Geplanter Treffpunkt ist an der Lindighalle um in Fahrgemeinschaft nach Aschaffenburg in den Park Schönbusch zu fahren.
RehasportgruppeEin fürchterliches Gewitter mit wahren Sturzfluten hat sich über der gesamten Region ausgebreitet. Was tun? Kommt in dieser unglaublichen Situation überhaupt jemand zum Treffpunkt? Aber natürlich – alle sind vollzählig da! Nach kurzer Diskussion beschließen wir, nach Aschaffenburg loszufahren und hoffen, dass sich das Unwetter rasch verzieht. Am Park Schönbursch angekommen haben sich überall riesige Wasserpfützen gebildet. Es regnet noch immer stark. Schon von weitem sehen wir den roten Anorak unseres Führers Gerd Stein leuchten. Er ist überrascht darüber, dass die Gruppe, es sind immerhin einige Senioren dabei, die um oder über 80 Jahre alt sind komplett am Treffpunkt erscheint. Ein großer Unterstand schützt uns vor dem heftigen Regen und Gerd stimmt uns zunächst geschichtlich auf den geplanten Rundgang ein. Die Zuhörer sind begeistert von dem was er uns erzählt und so die Zeit überbrückt, in der Hoffnung, dass es doch endlich aufhören möge zu regnen. Familie „Schwan“ mit dem Nachwuchs watschelt über den Platz und scheint sich an dem Nass zu erfreuen. Auch wir machen uns auf, noch immer mit dem Regenschirm geschützt und hören fasziniert den Ausführungen von Gerd zu.
Die Parklandschaft des Schönbusch ist gekennzeichnet durch weitläufige Waldstücke, die mit Wiesentälern abwechseln. Das unregelmäßige Wegenetz gestattet immer neue Einblicke in Sichtschneisen. Geschickt inszenierte Durchblicke auf Gebäude erzeugen sehr viel Abwechslung. Unterbrochen wir die Landschaft durch Wasserflächen und einem Kanal.
Gerd lenkt unsere Blicke und wir sind überrascht darüber wie sich die Sehweise verändert, wenn man auf Dinge aufmerksam gemacht wird, wo wir doch alle schon so oft im Park spazieren gegangen sind. Längst haben wir die Regenschirme eingepackt und genießen dankbar die herrliche Natur. An dieser Stelle noch mal ein ganz herzliches Dankeschön an Gerd für die höchst interessante und abwechslungsreiche Führung. Die abschließende gemütliche Einkehr in Aschaffenburg rundet diesen erlebnisreichen Ausflug ab.
19.07.11: Diesmal haben wir strahlenden Sonnenschein, kein Wölkchen ist am Himmel zu sehen. Wir treffen uns an der Fähre in Seligenstadt, um mit dem Schiffe nach Aschaffenburg zu schippern. Wir genießen das leichte Lüftchen auf Deck, erzählen viel und haben viel zu lachen. Knapp zwei Stunden Aufenthalt haben wir in Aschaffenburg, das reicht gerade um sich Kaffee und Kuchen schmecken zu lassen. Die Zeit vergeht im Flug und schon heißt es erneut aufbrechen. Auf dem Schiff werden wir bereits erwartet, denn wir sind die letzten Passagiere die zusteigen. Kurz nach 17.00 Uhr erreichen wir Seligenstadt, das Endziel unserer kleinen Schiffsreise. Ein gemütlicher Nachmittag neigt sich dem Ende zu.
20.12.11: Diesmal bleiben wir in der näheren Umgebung. Wir treffen uns zum gemütlichen vorweihnachtlichen Frühstück im „Dorfplatz“ in Kahl.
Doris Wenzel
Margit Scherer-Lange
