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Herbstein im Vogelsberg am 12. März 2010

Christel rief, und Neunundvierzig kamen zur Tagesfahrt nach Herbstein im Vogelsberg.

HerbsteinHerbstein

Alle sind ausgestattet mit Badeutensilien aber auch warm und winterlich angezogen. Eine Kombination, die unseren Busfahrer zunächst in Erstaunen versetzte. Aber Aufklärung ist leicht gegeben. Die Winterkleidung war der Erwartung geschuldet, dass es im Vogelsberg kalt und unwirtlich sein würde und die Badekleidung war nötig, da als Reiseziel die Vulkantherme angesteuert war.  Und an einem Vulkan ist es bekanntermaßen heiß. Aus einem über 1000 m tiefen Brunnen steigt das Wasser auf und speist  das Schwimmbad mit einer Temperatur von konstant  32.6 Grad C. Also kann man getrost dort auch im Winter in wohlig warmem Wasser baden. Hier haben wir ausgiebig das wohl temperierte Wasser genossen, eine Wassergymnastik mitmachen können – wohl gut, natürlich nicht so fühlig wie bei Christel – und einige von uns konnten auch einen Saunagang genießen.

Vor unserem Badegang hatte eine Gruppe während einer Stadtführung Gelegenheit, das Städtchen kennenzulernen und etwas aus der geschichtlichen Vergangenheit zu  hören. Als „Heribrahtushusun“ gegründet, im 10 Jht. zum Kloster Fulda gekommen, im 13. Jht. mit Stadtrechten ausgestattet, nach der Säkularisation unter anderem Teil des Großherzogtums Frankfurt, wie übrigens unsere Gegend auch. Vom 30-jährigen Krieg und der Pest nicht verschont, vom siebenjährigen Krieg in Mitleidenschaft gezogen, im 18. Jht. von russischen Truppen auf ihrem Hin- und Rückweg nach Frankreich nicht verschont, 1540 und zuletzt 1907 durch Großfeuer stark zerstört; man glaubt gar nicht, was dieses eher verschlafene Städtchen und seine Bewohner im Laufe der Geschichte so alles hinter sich gebracht haben. Lebendig wird es hier in den Fastnachtstagen, wenn der Springzug durch die Stadt zieht und der Bajazz sein Regiment führt.

Im Fastnachtsmuseum, welches sich im Stattmuseum (kein Schreibfehler!) befindet, wird diese Tradition bewahrt und gepflegt. Im Stattmuseum traf sich zur selben Zeit die zweite Gruppe zu einer Meditationsstunde.

Der evangelische Pfarrer Dr. Dr. Fritz Reith ist Künstler. Sein Metier ist das Malen.

Ein schwer behinderter Junge wies ihm den Weg zur „Lebensspirale“, einer Urform des Labyrinthes in Form eines Schneckengehäuses. Die Gemeinde Herbstein setzte dieses Gemälde in einen realen Meditationsweg um. In Blau, rot, gelb (in 24 Farbnuancen) – die Grundfarben des Lebens – männlich – weiblich – Licht –ist das Fliesenmosaik ausgeführt. Auf einer Gesamtlänge von 66 Metern begleitet ein langsam fließendes Bächlein den Lebensweg bis zur Mitte, wo es in einem Kieselbett zur Erde zurückkehrt.

Leider war es nicht möglich, den Weg auf der Lebensspirale zu gehen. Die langen winterlichen Verhältnisse ließen das nicht zu. So demonstrierte uns Dr. Reith seine Idee in einem Raum des Herbsteiner Heimatmuseums an Hand von Fotografien und Erläuterungen.

Selbst einen imaginären Lebensweg mit einer Kerze im Mittelpunkt zu gehen, überzeugte die 24 Teilnehmerinnen von der ruhigen Kraft, die ein Labyrinth vermittelt.

Auch hier im Turnverein haben wir in Übungsleiterin Marlies Bogdahn eine Expertin in Sachen Labyrinth. Im Juli werden wir das Sonnenblumenlabyrinth im Odenwald besuchen.

Wenn sich viele Turnfreunde dafür interessieren, werden wir wieder einen Bus mieten und uns einen schönen Tag gönnen.

 

Christel und Jörg

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Herbstein 12.03.10.pdf102.2 KB
Herbstein Gruppenfoto P1030201.JPG58.24 KB

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