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Senioren im TV 2009

Seniorenwanderung 2009 HolsteinSeniorenwanderung 2009 HolsteinNachdem der langjährige Seniorenwanderwart aus gesundheitlichen Gründen sein Amt in gewohnter Weise nicht mehr fortsetzen konnte, musste, um diese schöne Einrichtung nicht sterben zu lassen, ein neues Konzept gefunden werden. Denn niemand wollte das Ehrenamt nicht seiner Gänze ausfüllen. Kommt ein Konzept in die Jahre, ist das Neue ein Experiment, das zu erproben sich in jedem Falle lohnt. Das hält flexibel und trägt der Tatsache Rechnung, dass nichts bleibt wie es ist.

Das neue Konzept heißt auf Neudeutsch „Jobsharing“, die Aufgabenteilung. 10 Termine galt es festzulegen und zu verteilen, wobei der Januar wieder völlig außer Frage stand. Denn da geht es – wie sagt Karl und Marga: solange wir das machen können, machen wir das – nach Gunzenbach. Eine weitere Konstante war das Gartenfest bei Christel und Gerhard am 8. August aus Anlass des 25-jährigen Bestehens der Herzsportgruppe.

Seniorenwanderung 2009 RotweinwegSeniorenwanderung 2009 RotweinwegIm Februar trafen sich auf Einladung von Christel Moser folgende gutwillige Getreue zu einer Besprechung im Geschäftszimmer:  Dieter Knopf, Roland Cuppone, Erich Klein, Gerd Stegen, Alwin Nimbler, Ulrike Wieland, Alwin Orth, Roselinde Weigand, Gerhard Reisert und Helmut Zeller. In der vorgenannten Reihenfolge übernahmen sie jeweils die Ausarbeitung und Führung einer Wanderung des Jahres 2009. Die offiziellen Ausschreibungen und deren Verteilung lag in den Händen von Christel.

Unser Experiment war außerordentlich erfolg- und abwechslungsreich, so dass wir es im Jahre 2010 gerne weiterführen. Zunächst einmal sagen wir alle, Verein und Mitwanderer, herzlich Danke schön für dieses außerordentliche Veranstaltungs-/Wanderjahr. Ihr alle, die ihr euch die Wanderungen/Besichtigungen/Touren ausgedacht habt, sie vorgelaufen seid, die Gaststätten bestellt habt, gabt euch so unendlich viel Mühe, dass wir alle einfach nur begeistert sind. Ihr habt ja selbst gesehen, welch große Fan-Schar euren Spuren gefolgt ist.

Einfach nur noch mal Danke. Auch dafür, dass mindestens immer zwei Streckenlängen, manchmal sogar drei angeboten wurden. So konnten alle, die gerne mit uns sind, dabei sein. Und das ist es, was wir wollen, dass, wenn man auch nicht mehr gut oder fast gar nicht mehr gehen kann, die Gemeinschaft, das Etwas-Vorhaben, das fröhliche Gespräch erhalten bleiben.

Am 10. Januar trafen wir uns wie immer um 10 Uhr am Weißen Ross. Ihr erinnert euch an die bezaubernde Schneelandschaft, an die Winterkälte und die Sonne, die dem Ganzen die lichtdurchflutete Prägung gab. Mit Marga Schmitt gingen wir neue Wege um Gunzenbach. Obwohl wir jedes Jahr wiederkommen, hat sie immer eine Wanderüberraschung für uns bereit. Und Karl, der nach seiner Knie-OP noch der Schonung bedurfte, ließ es sich nicht nehmen, uns auf halbem Wege etwas Wärmendes an den Waldrand zu bringen. Den Geschmäckern angepasst – scharf oder weich oder heiß. Der Mittagstisch war im Weißen Ross für uns gedeckt. Danach ging es zu Karl und Margas berühmter Krippe und zum Kaffeetrinken. Die Hälfte unserer Wanderfreunde in deren heimeligen Keller und die andere Hälfte zu Blanca ins Ess- und Wohnzimmer. Danke für eure Gastfreundschaft. Termin 2010: 16. Januar.

Am 4. April hatten sich Dieter Knopf und Roland Cuppone eine herrliche Panorama-Wanderung in und um Michelbach ausgesucht. Vormittags gings im Tal los und langsam aber stetig schraubten wir uns die Weinberge hinauf. Ein wunderschöner Ausblick im sonnigen Glanz belohnte unsere Ausdauer. Das Ziel waren die Dörsthöfe, wo wir zum Mittagessen erwartet wurden. Dort trafen wir auf die Freunde, die den Talweg dorthin gegangen waren und auf diejenigen, die vom Ausgangspunkt Dörsthof aus einen Spaziergang unternommen hatten. Wir waren so viele, dass wir zwei Räume füllten. Der Rückweg zu Fuß war nach dem fröhlichen Beisammensein und dem guten Essen die ideale Vorbereitung auf den Feierabend.

Am 9. Mai lud uns Erich Klein, der im hessischen Mainhausen/Mainflingen zu Hause ist, zu einer Wandertour „drüpp de Bach“ ein. Auch hier starteten wir am Vormittag. Sein erstes Ziel war die Wasserburg am Stadtrand von Seligenstadt, der ehemalige Sommersitz der dortigen Äbte: ein pittoreskes Schlösslein inmitten eines Sees (inzwischen Privatbesitz). Die Benediktiner hatten dort riesige Gärten, Parks und Seen. Ihr Orden war bekannt dafür, dass sie versorgungsmäßig völlig autonom waren. Viele kannten und kennen diesen bezaubernden Ort vor unserer Haustüre nicht. Erich wusste auch von Historischen und den jetzigen Gegebenheiten zu berichten. Unser weiterer Weg führte uns dann durch die Klosteranlagen zum Gasthof „Riesen“, wo wir uns wunderbar stärken konnten. Wer die kurze Tour gewählt hatte, benutze die Fähre, um sich dann im Klostergarten zu ergehen. So manches Bällchen des berühmten Seligenstädter Eises wanderte in die Mägen der zahlreichen Wanderfreunde. Die Wackersten traten auch den Heimweg wieder mit den Fußsohlen an.

Gerd Stegen entführte uns in etwas fremdere Gefilde, nämlich auf den Rotweinwanderweg, beginnend vom Erlenbacher Schwimmbad, in luftiger Höhe über dem Main bei Sicht bis zum Odenwald. Unser Wanderziel war die Klingenburg. Dort war das Mittagessen im Burgrestaurant für uns bestellt. Die Plätze an den Panoramafenstern ermöglichten uns schon mal eine gute Übersicht über den Ort Klingenberg. Das Wetter war uns wie bei allen Wanderungen hold. Nach dem Mittagessen bekamen wir von der Wirtin des Restaurants und ihrem Sohn eine Exklusiv-Führung durch Klingenberg. Und obwohl jeder von uns bestimmt schon in Klingenberg war – vielleicht sogar schon mehrere Male – waren wir erstaunt, wie viele Kleinodien einschließlich der Burg, wir nie zu Gesicht bekommen hatten. Die Führung war eine kleine Offenbarung. Der Rückweg brachte uns wieder zum Schwimmbad, wo wir an den Gestaden der blauen Fluten noch einen Abschiedskaffee tranken.

Alwin Nimbler hatte versprochen, in jedem Jahr eine Tagesfahrt zu übernehmen. Eine supertolle Idee hatte er, als er das Ziel Mannheim und Luisenpark am 4. Juli vorschlug. Natürlich war unser Bus bis zum letzten Platz besetzt. Über den Fahrtverlauf informiert euch bitte an anderer Stelle dieses TV-Spiegels. Da war wohl niemand, dem es nicht außerordentlich gut gefallen hätte.

Am 18. Juli begrüßten uns Ulrike und Roland Wieland in Stockstadt an der Frankenhalle. Sie brachten uns den Stockstädter Hübnerwald näher, zeigten uns den Ort der alten Ölmühle und das neue Kapellchen, enthüllten uns das Geheimnis eines Mahnmales mitten im Wald, und führten uns schließlich zu einen Aussiedlerhof, deren Besitzerin uns das ökologisch bewirtschaftete Anwesen mit großem Wildbestand zeigte. Einen hausmacher Eierlikör – klar, Hühner gab es da auch ohne Zahl – ließ man sich gerne schmecken. Und im angeschlossenen Hofladen kauften wir, so viel wir zu tragen vermochten, denn was dort angeboten wurde, sah alles sehr lecker und gesund aus. Einkehr hielten wir in den Frankenstuben, wo wir außerordentlich gut speisten. Auch dieser Tag war gut beschützt und voller tiefer Eindrücke.

Wegen des Gartenfestes am 8. August und der Seniorenfahrt vom 31. 8. bis 4. 9. gab es im August keine zusätzliche Wanderung.

Dafür aber am 26. September. Alwin Orth und Maria Zeller luden uns zur vorherbstlichen Weinbergswanderung nach Hörstein ein. Wetter wie im Bilderbuch. Viele, viele kamen. Drei Wanderstrecken je nach Leistungsvermögen: Alwin führte die große über 2-stündige Tour, Maria die einstündige und Alwin Nimbler übernahm den Spaziergang für die Gruppe derjenigen, die gerade mal nicht oder nicht mehr so weit gehen können. Die große Strecke berührte Wasserloser Gemarkungen, führte um den Reuschberg, streifte das Gelände des ehemaligen Bergturnfestes, die Schöne Aussicht und die Weinberge mit Blick auf Odenwald, Frankfurt und Taunus. Die kleine Tour durchstreifte die Weinberge. Und zum guten Schluss trafen sich alle in dem neuen und weitläufigen Restaurant des Hofgutes, wo wir drinnen und/oder draußen im „Weinhof“ sitzen konnten.

Am 17. Oktober hatte Roselinde Weigand Vorbereitungen getroffen, um uns mit Hilfe von Josef, einem Verwandten von Roselinde, Unterafferbach und die herrliche „Oschur (=Umgebung) dieses Ortes zu zeigen. Die Wetterverhältnisse ließen für Pessimisten nichts Gutes erahnen. Der Winter hatte in dieser Zeit die ersten Schritte in Richtung Machtübernahme eingeleitet. Es war die Tage zuvor kalt, regnerisch und schuckerich.

Aber wer sich davon nicht beeindrucken ließ und sich an diesem Samstag am Ausgangspunkt Waldfriedhof Goldbach einfand, bekam einen besonderen Nachmittag geschenkt. Zwei Stunden lang zeigte uns Josef stolz seine Heimat und den Ort, die Kirche, das Pfarrzentrum, die Kapelle, den Friedhof usw. Als Heimatkundler wusste er schier alles über alles. Kein Tropfen Regen viel, die Sonne beleuchtete die Herbstlandschaft. Und dann, kaum dass wir die „Post“ mitten in Unterafferbach betraten, regnete es. Nach guter Stärkung wanderten wir – ohne Regen – auf Panoramawegen zurück. 2010 werden wir mit Hilfe von Roselinde diesen Ort noch einmal ansteuern, denn es gibt dort noch viele Wege, die wir noch nicht gegangen sind.

Gerade im November sollte man oft in die frische Luft und unter die „Leut“ gehen. Deshalb wollten wir den November nicht auslassen. Gerhard Reisert und Helmut Zeller, unsere Großkrotzenburger Freude, empfingen uns am 14. 11. um 13.30 Uhr am Bürgerhaus in Großkrotzenburg. Die ca. einstündige Wanderung hatte via Main und Römerkastell das weithin bekannte und gut bestückte Heimatmuseum zum Ziel. Unser Herzfreund Gerhard hat einige der ausgestellten Exponate mit eigener Hand gefertigt. Sachkundig wurden wir geführt und durften unter anderem das außerordentliche Talent von Gerhard bewundern. Danach ging es zu Fuß zu den Taunusstuben, wo es uns sehr gut mundete. Der Nachmittag war für uns alle dank der guten Vorbereitung ein wunderbares Erlebnis.

Also Freunde, auf ein neues gutes gemeinsames Wanderjahr, auf viele schöne Erlebnisse und Erkenntnisse. Danke noch einmal Euch, die ihr organisiert und geführt habt.

 

In Freundschaft – Christel Moser

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